
Weit überwiegend durch die Erfordernisse der Statik, des Brand- und Lärmschutzes, der elektrotechnischen Sicherheit und ein kleines bisschen auch wegen dem Projekt „Stuttgart 21“ betreibt die Stadt die Generalsanierung und weitere Umbaumaßnahmen am Königin-Katharina-Stift. Gesamtkosten der Maßnahmen, die heute im Ausschuss für Umwelt und Technik vorgestellt wurden: 8.260.000 EUR.
„Wir freuen uns mit den Schülern über ihr zukünftig modernes Schulgebäude. Und wir wissen, dass anderen Schulen diese Mittel nicht bewilligt werden, und dass auch das Stift ohne ‚Stuttgart 21’ nie so viele Mittel zugewiesen bekommen hätte“, so Werner Wölfle, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Gemeinderat. „Also ein weiteres Beispiel dafür, wie die Stadt das Projekt ‚Stuttgart 21’ nebenher aus anderen Töpfen auch noch mitfinanziert.“
Die Stadt hat dabei einen klitzekleinen Wunsch an die Bahn gerichtet: Die Erfordernisse des Klimaschutzes geböten es, Energie nachhaltig zu nutzen. Da bei den Umbaumaßnahmen auch der Nesenbachdüker verlegt werden muss, hätten kostengünstig Wärmetauscher eingebracht werden können. Diese hätten eine günstige energetische Nutzung des Nesenbachwassers möglich gemacht.
„Eigentlich eine zwingende Maßnahme“, so Stadtrat Peter Pätzold. „Die Bahn kommt der Stadt aber auch hier nicht entgegen. Sie besteht als Bauherrin auf dem bereits 2003 abgeschlossenen Planfeststellungsverfahren. Also wie gehabt: Eine veraltete Planung soll auf Teufel komm raus umgesetzt werden.“
Geht es aber um Änderungen, die die Bahn braucht, z.B. weil sie schlecht geplant hat oder sich nichts mehr leisten kann, fordert sie gerne auch mal
Extrawürste für sich, wie z.B. die Nutzung der S-Bahn-Strecken auf den Fil-dern für den Fernverkehr. Pätzold: „Ein Planungsdinosaurier macht sich auf den Weg. Ein grünes, nachhaltiges Projekt sieht anders aus.“
Und übrigens:
„Im Zuge der Dükerverlegung muss der Schulhof aufgegraben werden, zur Wiederherstellung wird derzeit noch über Ersatzleistungen der Bahn verhandelt. Für die Verbesserung der Außenanlage sind keine Mittel vorgesehen.“
(GRDrs 60/2009: Generalsanierung und Umbaumaßnahmen Königin-Katharina-Stift)