
„Wir wollen jetzt die Zahlen sehen!“ – forderte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Landtag Werner Wölfle nach der Ankündigung Wolfgang Drexlers, im Februar würden erste Arbeiten am Hauptbahnhof den Baubeginn des Tunnelbahnhofs ‚Stuttgart 21’ einleiten. Weder kann Drexler dabei was zu den aktuellen Kosten des Umbaus des Gleisvorfelds noch zu den Gesamtkosten des Projekts sagen, weil das Land die von der Bahn gelieferten neuen Berechnungen noch prüft. „Drexler verfährt nach dem Motto: Wir wissen nicht was es kosten soll, aber wir bauen schon mal. Was Drexler zu diesen Verrenkungen bringt, ist der wachsende Druck in der Öffentlichkeit, die keine Tricksereien in Sachen Tunnelbahnhof mehr duldet. Da wird der Risikofonds flugs umdefiniert zu normalen Baukosten, aber eines wird immerhin klar: Was sich nach dem 31.12.2009 an Kostenrisiken auftut, ist ein ungedeckter Scheck für die beteiligten Körperschaften. Stuttgart 21 präsentiert sich auch am Tag der Verkündigung einer Ankündigung eines möglichen Baubeginns Februar 2010 als das, was es schon immer war: Miserabel geplant, schlecht finanziert, schlecht kommuniziert und letztlich unbezahlbar.“
Werner Wölfle