
Mitten in den Schlichtungsgesprächen zu Stuttgart 21 eröffnet Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster seine Pläne zur Bürgerbeteiligung in der Bebauung des möglicherweise kommenden Rosensteinviertels.
Blumige und unpräzise Worte werden da gefunden, um den Bürgern die Mitarbeit an der Quartiersgestaltung schmackhaft zu machen. Offener Dialog mit den Bürgern, schön und gut, doch wie werden die getroffenen Entscheidungen verbindlich in den politischen Prozess und damit in die zukünftige Stadtgestaltung eingespeist? Die Ansichten der Bürger und der Stadtväter gehen selten in die gleiche Richtung. Wie werden mögliche Differenzen ausgelotet?
„Das hatten wir schon einmal vor 12 Jahren. Alles was davon geblieben ist, sind dicke Aktenordner, um die sich niemand kümmert. Wenn der OB diesen Beteiligungsprozess unbedingt jetzt anregen muss, wenn noch gar nicht klar ist, ob dieses Quartier überhaupt kommt, dann soll er wenigstens klare Regeln nennen. Die Menschen wollen mehr als „Bürgerbeteiligung-Light“, so der Fraktionsvorsitzende Werner Wölfle.
20 Jahre bevor frühestens in diesem Quartier auch nur ein Haus gebaut werden kann, werden bei diesem Dialogforum kaum bindende Entscheidungen sondern nur Luftschlösser entstehen. Die Bürger brauchen keinen Ersatz für die verpasste Beteiligung zu Stuttgart 21.
Werner Wölfle, Peter Pätzold