
Am 15. März 2010 ist Weltverbrauchertag mit einem Schwerpunkt auf Sicherheit – nicht aber Baubeginn für den Tunnelbahnhof. Wann die Bahn wirklich mit den Baumaßnahmen für Stuttgart 21 beginnt, steht nach wie vor in den Sternen. Bereits jetzt steht aber fest: Stuttgart 21 wird deutlich teurer werden als von den Projektbetreibern veranschlagt. Bahnchef Grube bringt bereits konkrete Einspar-Vorschläge ins Gespräch, die zeigen, wie groß der Einspardruck wirklich ist. Trotz hoch problematischer geologischer Formation wird darüber nachgedacht, die Druckfestigkeit der Tunnelröhren um die Hälfte zu reduzieren. Die Planer haben doch diese Vorgabe nicht ohne Grund gemacht. Sicherheit muss vorgehen. Herr Drexler macht es sich mal wieder sehr einfach.
Ein weiterer Sparvorschlag berührt die Interessen der Stadt elementar: Wenn Anzahl und Ausführung der Eingangsportale des Ingenhoven-Bahnhofs verändert werden, wäre das eine erhebliche Änderung insbesondere aus städtebaulicher Sicht gegenüber der planfestgestellten Variante. Optisch und funktional würde eine aus Kostengründen abgespeckte Eingangshalle an einem zentralen und markanten Bereich der Stadt eine deutliche Abweichung gegenüber der bisherigen Planung darstellen.
Werner Wölfle, MdL, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stuttgarter Gemeinderat: „Die Bahn AG mag zwar Bauherrin von Stuttgart 21 sein. Aber sie baut in Stuttgart. Bei solchen gravierenden Änderungen muss ein erneutes Planfeststellungsverfahren begonnen werden. Wir werden die Beteiligung der Stadt einfordern.“