
Zwei zusätzliche Gleistrassen mitten durch Esslingen, eine Neckarquerung zwischen Esslingen und Wendlingen, das wollten die Stuttgart 21-Gegner, insbesondere die Grünen und der Tübinger OB Palmer, behauptet forsch der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg. Mit Verlaub: Auch ein Ministerpräsident sollte sich an Fakten halten und sich nicht überall völlig losgelöst von Fakten äußern.
Wir Gegner von Stuttgart 21 bieten Oettinger gerne Fortbildung an: Die K 21-Planung sieht ein fünftes und sechstes Gleis auf der bestehenden Trasse von Bad Cannstatt bis Obertürkheim vor. Der Platz dafür ist vorhanden und es muss kein einziges Wohngebäude dafür weichen. Die Ausfädelung der Trasse erfolgt im Industriegebiet des Hafens; die Neckarquerung befindet sich bei der Schleuse in Obertürkheim. Bei der Deponie Einöd verschwindet die Trasse in einem Tunnel, der bei der Autobahnraststätte Denkendorf wieder auftaucht. Bis Wendlingen ist dann die Trasse identisch wie bei Stuttgart 21.
Durch diese Lösung bekommen die Anlieger im Neckartal einen umfassenden Lärmschutz, der bei Stuttgart 21 völlig ausgeblendet wird, da vor allem der Güterzug- und der Regionalverkehr weiterhin im Neckartal verbleibt. Über eine weitere Ausfädelung auf den Fildern wird der Flughafen angeschlossen.
Und bei der Position von Oettinger zur Laufzeit von Neckarwestheim und Philippsburg merkt man die starke Hand der EnBW unterm Ministerpräsidentenkittel. Wer verzichtet schon freiwillig auf Milliardenprofite. Oettinger riskiert bewusst die Gesundheit der Menschen in Baden-Württemberg und die Zukunft unzähliger folgender Generationen mit dem Atommüll dieser Reaktoren.
Werner Wölfle, Gangolf Stocker (SÖS/Leben in Stuttgart), Gerhard Pfeifer (BUND Regionalverband)