Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
23.04.2009

OB Schuster schwärmt von einer GRÜNEN Stadt

„Herzlich willkommen“, begrüßte Werner Wölfle, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stuttgarter Rathaus, die Initiative des Stuttgarter Oberbürgermeisters. „Lust auf Stadt geht nur mit mehr GRÜN in dieser Stadt, da hat Schuster Recht.“

Die Gestaltung des Rosensteinviertels wird ein Prüfstein für die Ernsthaftigkeit des OBs. Endlich hat er begriffen, welche Elemente zu einer Grünen Stadt gehören: Nachhaltiges Bauen, Null-Emissions-Gebäude, wiederverwertbare Materialien, umweltschonende Mobilität, Grünanlagen und öffentliche Plätze…

Angesichts der Tatsache, dass das Quartier – wenn überhaupt – erst in zehn Jahren bebaut werden kann, hegen wir die Befürchtung, dass es dem OB nur um die Schlagzeilen geht. Bei der Durchsetzung und Realisierung sind wir Grünen wieder auf uns alleine gestellt.

Die Ausstellung „Die Zukunft bauen. Wohnen, Arbeiten und Leben in Stuttgart“ bestärkt die Befürchtung der Grünen. Gezeigt wird das Rosensteinviertel als englischer ‚royal park’, in dem gesittet auf den Wegen flaniert wird. Auf Wegen durch grünes Gras zwar, das aber keine Grüne Stadt macht. Wir wollen leben auf den Flächen.

Wenn der OB schon die Vorzüge grüner Stadtentwicklung verstanden hat, warum sehen und hören wir ihn nicht, wenn es um andere Stadtentwicklungen geht? Wieso steht er nicht an unserer Seite, wenn es um die Verteidigung von öffentlichem Raum geht wie beispielsweise rund um die Paulinenbrücke? Wo kämpft er für einen höheren Anteil an Wohnungen, die Reduzierung der Verkehrsbelastung durch moderne Konzepte wie ‚Shared Space’ in der Tübinger Straße etc.?

Wölfle: „Schuster scheint das Rosensteinquartier als Oase zu begreifen, weil sich in der restlichen Stadt die (Bau-) Wüste ausbreitet. Die ganze Stadt muss grüner werden!“

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