
Dass wir alle auf eine gute, umfassende Berichterstattung angewiesen sind, erleben wir derzeit jeden Morgen angesichts der spärlichen als auch nicht immer umfassend informierten Berichterstattung – eine Folge des berechtigten Streiks der Journalisten.
Im Hinblick auf eine solche gute und hochwertige Berichterstattung haben wir kein Verständnis für die von der ‚IG Bürger für Stuttgart 21’ gegen einen Verkehrsexperten des SWR erhobenen Vorwürfe. Im Gegenteil: Selbstverständlich erwarten wir von einem Verkehrsexperten, dass er gute Kontakte auch ins Verkehrsministerium hat. Das ist sein Job!
Angesichts der Intransparenz der Bahn, angesichts der nur scheibchenweise auf Druck der Öffentlichkeit wie auch kritischer Journalisten – Journalisten mit einem Ethos- ans Licht gezerrten Kosten-Tricksereien der Bahn und dem Hintergehen von Parlamenten durch die Projektbetreiber sind wir auf viel mehr kritische Berichterstatter angewiesen, die wirklich perfekt informiert sind und ausgewogen berichten.
Werner Wölfle: “Daher die klare Ansage an die ‚IG Bürger für Stuttgart 21’: Finger weg von kritischen Journalisten! Dass die Berichterstattung zu Stuttgart 21 den Damen und Herren der IG nicht gefällt, hat nichts mit einer angeblich einseitigen Berichterstattung, aber alles mit einer schlechten Planung, falschen Leistungsversprechen der Bahn und der Projektpartner und fehlender Mitsprachemöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger zu tun.”
Werner Wölfle