
“OB Schuster scheint den Auftritt von sma-Chef Stohler im Ausschuss für Umwelt und Technik wie der Teufel das Weihwasser zu fürchten.” Vermutet Peter Pätzold, Fraktionschef der Grünen im Stuttgarter Gemeinderat: “Warum sonst muss er jetzt die sma schlecht reden – vor dem Stresstest auch für die Befürworter von Stuttgart 21 immerhin die höchste Instanz europaweit in Bahnfragen?”
Anerkennung verdiene stattdessen, wie sich sma-Chef Stohler um eine vernünftige, bessere Lösung für den Stuttgarter Bahnknoten verdient macht. Zum Beispiel mit seinem “Faktencheck zum Prüfungsbericht zur Kompromiss-Lösung”, in dem er unaufgeregt und fachlich fundiert Behauptungen aus dem Heimerl-Papier richtig stellt – aber auch anerkennt, wo weitere Prüfung erforderlich ist.
Ebenso mit seinem Antwortschreiben vom 09.09.2011 an den OB, in dem er betont, dass ein Variantenvergleich erst dann möglich ist, wenn auf alle Fragen – bei allen Varianten – qualitativ und quantitativ gründliche Antworten vorliegen.
“Wir erwarten nicht, dass Herr Stohler schon die fertige, detailscharfe Planung des Kombimodells mitbringt – und schon gar nicht gratis”, so Pätzold. “Wir wollen wissen, welches Potential der Vorschlag des Kombi-Bahnhofs besitzt und ob es wirklich ein Beitrag zum Frieden bei Stuttgart 21 sein kann, wie auch vom Faktenschlichter Dr. Geissler vorgeschlagen. Wir hätten es begrüßt, wenn der OB auch bei Stuttgart 21 so kritisch nachfragen würde. Aber wir nehmen an, er fürchtet Mehrkosten, die wohl für die Erarbeitung der Antworten entstehen würden – trotz der jetzt schon millionenschweren Planung bei Stuttgart 21.”
Pätzold stellt klar, dass Gegenstand des Grünen Antrags ‘Nicht so schnell, Herr Oberbürgermeister. Ein Friedensangebot gehört ausreichend geprüft’ die Präsentation des Kombibahnhof-Modell-Vorschlags im Ausschuss für Umwelt und Technik ist und nicht die Beantwortung der von OB Schuster hastig zusammengetragenen 89 Fragen. “Diesen Antrag erhalten wir aufrecht. Der Vorschlag von Herrn Stohler muss im Ausschuss für Umwelt und Technik präsentiert werden. Der OB kann dort natürlich auch seine Fragen stellen, sollte dazu aber auch die vergleichenden Antworten zu seinem Projekt Stuttgart 21 bereit haben.“
Peter Pätzold