Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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17.09.2010

Drexler geht – Merkel übernimmt

Pressemitteilung

Nachdem sich Ministerpräsident Mappus und Bundeskanzlerin Merkel auf einen harten Kurs bei Stuttgart 21 eingeschworen haben und nun die ultimative Informationskampagne starten wollen, hat Projektsprecher Drexler ausgedient. Dessen Rücktritt begrüßt Werner Wölfle, MdL und verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg als längst überfälligen Schritt.

“Was sich aber bereits jetzt sagen lässt: Sein Nachfolger wird deutlich teurer werden, mag vielleicht gute Kontakte zu Konzernen haben, ist aber weder volksnah noch in der Region verwurzelt – und wird, weil die Bahn mauert und das Produkt schlecht ist, Stuttgart 21 auch nicht besser vermarkten können. Sinnvoll ist allein die Streichung des Postens.”

Nach Ansicht der Grünen lassen Merkels Äußerungen zu Stuttgart 21 wenig Bereitschaft erkennen, anhand von Fakten und Argumenten über Stuttgart 21 zu entscheiden. Wölfle: “Wir Grünen treten ein für einen intelligenten Öffentlichen Verkehr und gegen die Verschwendung öffentlicher Gelder – dadurch scheinen wir uns von der CDU zu unterscheiden.”

Ist es der Kanzlerin ernst und will sie die kommende Landtagswahl zur Abstimmung über Stuttgart 21 machen, müsse sie sich jetzt zwingend für einen Baustopp einsetzen. Wölfle: “Frau Merkel, stoppen Sie Herrn Grube, der durch brachiales Vorgehen in Stuttgart Fakten gegen den Bürgerwillen schaffen will. Sorgen Sie dafür, dass die Arbeiten eingestellt und keine Hand an die Bäume im Park gelegt werden. Dann freuen wir uns auf eine sachliche und konstruktive Auseinandersetzung über einen intelligenten Schienenverkehr in Deutschland ebenso wie über Stuttgart 21.”

Werner Wölfle

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