
Die Stadt hat eine Million Euro für „Werbung” für Stuttgart 21 ausgegeben. Der Effekt: die Ablehnung zu Stuttgart 21 ist sogar noch gestiegen! Das heißt, je besser die Bürger aufgeklärt sind, desto mehr lehnen sie das Projekt ab. Also nur weiter so, könnte man zynisch zu der Verschwendung von Steuergeldern sagen.
Die positive Bewertung durch die Bürger bei der Frage zur Erweiterung des Rosensteinparks und Schlossparks überrascht nicht wirklich. „Wer soll schon da dagegen sein. Nicht mal ich hätte mich da ablehnend geäußert“, so Werner Wölfle, MdL und Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stuttgarter Gemeinderat. Aber auch mit dem Konzept Kopfbahnhof 21 ist eine Parkerweiterung möglich und zwar viel schneller als mit Stuttgart 21!
Die Interpretation, dass Stuttgart 21 von der Bevölkerung irgendwann wie die Landesmesse positiv gesehen würde, zeigt wie hilflos die Befürworter auf die andauernde Ablehnung durch die Stuttgarter Bevölkerung reagieren. Es zeichnet die Schwaben aus, dass sie vorhandenes eben als vorhanden akzeptieren.
Insgesamt muss sich das Statistische Amt mit dem Gemeinderat Gedanken über die Art der Bürgerbefragung machen. So wie die Fragen zurzeit aufgebaut sind, sind sie oft zu ungenau und dadurch nicht so eindeutig um als politische Meinungsäußerung gelten zu können.