
Student
Jahrgang 1985
Seit mittlerweile zwei Jahren wohne ich in Stuttgart-Süd, am Rande von Heslach. Davor bin ich zwar auch Stuttgarter gewesen, aber als Weilemer (Weilimdorfer) doch ein wenig abseits vom Schuss. Zumindest abseits von den Orten, an denen ich hauptsächlich verweile. Die da, als guter Student der Philosophie und der Politikwissenschaften, zuerst einmal sind: die Kneipen, Bars und Klubs unseres Kessels. Naja, Spaß beiseite, natürlich bin ich sowohl an der Uni, als auch manchmal im Nachtleben Stuttgarts anzutreffen. Gute Gründe gibt es für beides: An der Universität bin ich in den letzten Zügen, da ich meinen Abschluss diesen Sommer in der Tasche haben werde. Während ich die Stuttgarter Lokalitäten schon so manches Mal mit dem eigens gegründeten Veranstaltungsverein “Zukunftsmusik” bespielt habe. So wurde z. B. auch die Konzertreihe “Musikladen” von mir mit ins Leben gerufen und in ihren Anfängen organisatorisch begleitet. Diese Konzertreihe gibt Stuttgarter Nachwuchsbands immer dienstags eine Bühne, sich zu präsentieren.
Diese Interessen an Musik, der Kunst des Denkens, sowie der aktiven und passiven Sportteilnahme (VFB!!!), möchte ich auf vielfältigen Wegen weitergeben. Darum bin ich auch zusätzlich seit sieben Jahren bei einer Jugendfreizeit auf der Schwäbischen Alb ehrenamtlich engagiert. Und natürlich in der Politik tätig.
Dabei, denke ich, ist klar, dass man nur dann ein Ziel erreichen kann, wenn man etwas Bestimmtes ändern möchte und etwas Anderes erstrebt. Nur so kann man Glück und Befriedigung erfahren – indem man nicht bloß konsumiert, was passiert, sondern gestaltet, was wird. Deswegen bitte ich Euch nicht nur um Eure Stimme, sondern hoffe, dass ihr für Eure eigenen Überzeugungen aktiv werdet.
Politisch aktiv zu sein bedeutet für mich, Verantwortung zu übernehmen. Dabei geht es noch gar nicht um Posten oder Ämter, sondern um Überzeugungen. Sobald man sich selbst die Frage gestellt hat, wie man sich die Gesellschaft vorstellt, ist es für mich der logische Schritt, diese auch tatsächlich realisieren zu wollen. Meine Überzeugungen lassen sich dabei in einem Satz zusammenfassen: „Bevor man sich überlegen kann, wie man Leben gestalten möchte, muss es erst einmal Leben geben.“
Dieser Satz ist für mich der Inbegriff von dem, was man gemeinhin “Nachhaltigkeit” nennt. In der Theorie folgt daraus, dass die Ökologie zum primären Maßstab des Handelns wird – es soll allen Menschen zu allen Zeiten möglich sein, so zu leben, wie sie leben möchten.
Eingebunden werden muss hierzu die Wirtschaft, die sich, auch zu ihrem eigenen Wohl, an dem Maßstab der Nachhaltigkeit orientieren muss. Des Weiteren braucht es eine Bildungslandschaft, die diese Maßstäbe lehrt. Und es braucht Kultur, damit wir unsere Maßstäbe ständig reflektieren. Wir müssen unsere Welt infrage stellen, um die Fähigkeit zu erhalten, Antworten geben zu können.
Für die Praxis habe ich mir daher u. a. folgende Punkte auf die Fahnen geschrieben: