
Psychologin
Jahrgang 1960
Geboren und aufgewachsen bin ich mit zwei Schwestern in Schwäbisch Gmünd. Schon während der Schulzeit wurde ich beim Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) aktiv. Neben dem Waldsterben und dem Amphibienschutz (ich habe schon unzählige Kröten und Grasfrösche nachts über befahrene Straßen getragen), war der Kampf gegen die Stationierung der amerikanischen Pershingraketen auf der Mutlanger Heide der Schwerpunkt meiner jugendlichen Aktivitäten. Dem BUND bin ich bis heute treu geblieben, als Sprecherin des Kreisverbands Stuttgart.
An der Universität Konstanz studierte ich Psychologie. Nach meinem Studium war ich in der AIDS- Prävention im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung tätig. Seit 1994 berate ich bei der Arbeitsagentur Ludwigsburg SchülerInnen und StudentInnen bei ihrer Studien- und Berufswahl.
In Stuttgart lebe ich mit meinem Mann, Gerhard Pfeifer, seit 1992.
In meiner Freizeit fahre ich am liebsten mit meinem Mann Tandem. Stuttgart ist für uns, topografisch gesehen, eine ideale Stadt zum Radeln. Wir lieben Bergradtouren und verbringen unseren Sommerurlaub immer in den Schweizer Alpen. Laufen, Krimis lesen, Opern- und Theaterbesuche sind weitere Freizeitaktivitäten, die ich schätze.
Folgende Organisationen unterstütze ich mit meiner Mitgliedschaft: Amnesty International, ver.di, ADFC, Pro Bahn, VCD, NABU, Tierheim Botnang. Bei der Katzenhilfe Stuttgart bin ich aktives Mitglied.
Eine zentrale Zukunftsfrage für unsere Stadt ist, dass Stuttgart 21 nicht gebaut und stattdessen unser Kopfbahnhof – der Bahnhof mit Vernunft – modernisiert wird. Ich bin überzeugt, dass Stuttgart 21, dieses unsinnige Prestigeprojekt, noch verhindert werden kann.
Auch möchte ich mich für saubere Luft und weniger Verkehrslärm einsetzen. Geplante Straßenbauprojekte wie den Rosensteintunnel, die Filderauffahrt oder den Nordostring lehne ich ab. Mehr Lebensqualität für die Menschen in Stuttgart bringen flächendeckende Geschwindigkeitsbeschränkungen und Verkehrsberuhigungen. In den Wohngebieten sollten Kinder auf der Straße spielen können. In Zeiten ökonomischer Zwänge, müssen wir froh sein, das bestehende Straßennetz halbwegs in Stand zu halten, Straßenneubau ist deshalb ein Anachronismus! Als bisher völlig unterschätzten Beitrag zum Klimaschutz möchte ich mich für die Verbesserung des Radverkehrs in Stuttgart engagieren.
Zum Schutz der Freiflächen dürfen keine weiteren Neubaugebiete auf der grünen Wiese ausgewiesen werden. Auch der Tierschutz sollte im Gemeinderat ein stärkeres Gewicht bekommen, ich bin z. B. für die Errichtung von Taubenhäusern und einer besseren finanziellen Förderung des Tierheims.
Bürger hört die Motorsägensignale…
Beim anhaltenden Widerstand gegen Stuttgart 21 kommt der Aktion “hier klicken” :www.parkschuetzer.de eine immer größere Bedeutung zu. Dahinter steckt folgende Überlegung des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21:
Wenn die für die Tieferlegung des Bahnhofs notwendige Abholzung des Schlossgartens mit Zähnen und Klauen verhindert wird, bekommt Bahnchef Grube noch mehr Probleme, seinen „Wahnhof 21“ zu bauen. Die Montagsdemos setzen ihm jetzt schon zu. Dazu kommen noch weitere Baukostensteigerungen und die Unwägbarkeiten, der noch immer fehlenden Genehmigungen auf den Fildern und für den geplanten Abstellbahnhof in Untertürkheim. Auch die bundesweit wachsende Erkenntnis, dass Stuttgart 21 sinnvolle und bereits im Bau befindliche Bahnprojekte, wie z.B. den Ausbau der Rheintalstrecke „kannibalisiert“, ist sogar nach Meinung von Projektfreunden „Gift für Stuttgart 21“.
Die Tieferlegung des Hauptbahnhofes hätte einen beispiellosen Kahlschlag im Schlossgarten und in dessen Umfeld zur Folge. 293 Großbäume würden im Auftrag der Bahn mit Motorsägen geschlachtet werden. Aufgrund ihrer Leistungen für Stadtklima, Luftreinhaltung, Naherholung, Naturschutz und das Stadtbild, müsste eigentlich jedem einzelnen Baum eine Medaille für besondere Verdienste im Umweltschutz verliehen werden. Zum Beispiel leistet eine hundertjährige Rotbuche im Park folgendes:
Die Behauptung, durch Stuttgart 21 gäbe es eine Parkerweiterung, die den Kahlschlag kompensiere, ist nicht haltbar. Zum einen findet die Erweiterung weit ab vom hoch belasteten Stadtzentrum im Bereich des jetzigen Abstellbahnhofes statt. Die hohen Feinstaubwerte, Thermostress und der große Bedarf an Naherholungsflächen sind aber rund um den Bahnhofsturm Realität.
Zum anderen kompensieren neu gepflanzte Bäume die Leistungen von hundertjährigen Großbäumen logischerweise erst nach 100 Jahren. Bei den versprochenen 5.000 Bäumen, die bei Stuttgart 21 gepflanzt werden sollen, hat Projekt-Lautsprecher Wolfgang Drexler kleinlaut einräumen müssen, dass dafür weder Platz noch Geld sei. Der Gipfel seiner Aussage war, dass die Stadt und nicht der Verursacher Bahn, die Bäume wohl finanzieren müsse.
Bei den Parkschützern haben sich schon über 10.000 Personen registrieren lassen – ein tolles Ergebnis, das wir noch verbessern wollen.
Weilimdorf braucht ein Ortsbussystem, das in den VVS integriert ist. Die Randlagen (z. B. Friedhof, Hohenfriedbergerstraße, Reisach, Gewerbegebiet) müssen besser erschlossen werden. Die Bevölkerung wird auch in Weilimdorf älter, deshalb müssen die Wege zu den Haltestellen verkürzt werden. Am Wochenende sollte auch die Solitude und der Rotwildpark in das Ortsbussystem einbezogen werden. Hausen muss ebenfalls besser an den öffentlichen Verkehr angebunden werden. Kurzfristig mit einem optimierten Buskonzept, als Zukunftsperspektive kann ich mir auch die Verlängerung der U-Bahnlinie 13 von Giebel über Hausen zum S-Bahnhof Weilimdorf vorstellen.
Die U-Bahnlinie 13 sollte auch in den Schulferien nach Giebel weitergeführt werden und nicht am Pfostenwäldle enden. Auch in Weilimdorf leiden Menschen unter dem Verkehrslärm. An der Bergheimer Steige sind Maßnahmen zur wirksamen Geschwindigkeitsbeschränkung zwingend nötig. In Hausen muss der Lärmschutz ebenfalls verbessert werden. Einerseits durch bauliche Maßnahmen an der A81, andererseits durch ein Tempolimit, das die Stadt vom Bund einfordern muss.
Zum Schutz der Freiflächen dürfen keine weiteren Neubaugebiete auf der grünen Wiese, wie an der Goslarer Straße (Weilimdorf) und der Äußeren Bainde (Feuerbach) geplant, ausgewiesen werden.
Als wichtigen Beitrag zum Klimaschutz möchte ich mich für die Verbesserung des Radverkehrs in den nördlichen Stadtteilen einsetzen. Der ADFC hat auch für Weilimdorf Vorschläge erarbeitet, wie z. B. Fahrradstreifen an der Solitudestraße zwischen Löwenmarkt und Korntal. Diese gilt es umzusetzen.