Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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München macht´s vor - mehr bezahlbarer Wohnraum

von Silvia Fischer 05.08.10, 16:16 Uhr

„Stuttgart hinkt in der Wohnungspolitik hinterher,“ zu diesem vernichtenden Urteil kam der Fachmann für Wohnungsbau, Prof. Dr. Tilman Harlander, im Rahmen einer Erdgeschoss-Veranstaltung der GRÜNEN zum Thema „Wohnen in der Stadt!“
Geförderter Wohnungsbau hat die früheren bürgerlichen Mehrheiten kaum interessiert, man wollte lieber die Investoren in der Stadt nach freiem Willen schalten und walten lassen. Doch seit einem Jahr ist das vorbei. Wir arbeiten daran die Investoren stärker in die Bedürfnisse der Stadt einzubinden und orientieren uns dabei am Beispiel von München. In München wird der Wohnungsbau so gesteuert, dass geförderter Wohnungsbau nicht ausschließlich auf städtischen Grundstücken erfolgt – dafür ist einfach nicht genug Platz. Jedem Bauherren werden 30% geförderter Wohnungsbau abverlangt, selbst in hochpreisigen Wohnlagen. Die Investoren haben sich längst daran gewöhnt.
Auch in Stuttgart sind Bauflächen und geförderter Wohnraum rar. Bereits Ende letzten Jahres forderten wir von der Verwaltung einen Grundsatzbeschluss zu 20% geförderten Wohnungsbau bei Neubauten. Unsere Wunschgröße von 30% ist in Baden-Württemberg leider nicht möglich, da Förderquoten vom Land fast nicht vorhanden sind. Der Grundsatzbeschluss sollte eigentlich bis zur Sommerpause kommen. Nun haben wir die Sommerpause – aber keine Antwort. Doch wir und auch Investoren wollen gerne langfristig und mit klaren Regeln planen. Es wird also Zeit!

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