
von Muhterem Aras 19.05.10, 11:52 Uhr
Die KITA-Gebühren sollen laut Beschluss des Gemeinderats erhöht werden. Wir sagen: Mit der viel gepriesenen Kinderfreundlichkeit ist es nicht weit her. Denn gleichzeitig hat die Stadt immer noch genug Geld für einige unsinnige Bauvorhaben: 180 Mio. € für Stuttgart 21 und 80 Mio. € für den Rosensteintunnel liegen auf der hohen Kante. Wir GRÜNEN geben den Kritikern der Gebührenerhöhung Recht. Dies sind Eltern, die einen KITA-Platz haben, aber auch Eltern, die schon lange auf einen Platz warten. Letztere wollen, dass wir deutlich schneller KITA-Plätze ausbauen. Wir haben versucht, beiden Zielen gerecht zu werden.
Es muss dringend etwas passieren, um die Attraktivität des Standortes Stuttgart auch für junge Familien zu erhalten. Nicht das Häuschen im Grünen ist vorrangig, sondern gute Betreuungsplätze für Kinder. Anders lassen sich Beruf und Familie nicht unter einen Hut bringen. Aber gerade die Plätze für unter Dreijährige und Hortplätze für Schulkinder sind Mangelware. Deshalb haben wir uns in den Haushaltsberatungen für mehr und bessere Plätze eingesetzt. Dies war, zumindest teilweise, nur mit einer Gebührenerhöhung möglich. Es ist uns gelungen, die FamilienCard zu erhalten und zwei Drittel aller Stuttgarter Kinder bekommen jetzt damit eine Ermäßigung. Die BonusCard-Kinder zahlen nach wie vor gar nichts. Die Geschwisterermäßigung konnten wir immerhin auf 25 Prozent retten, andere hätten da gerne noch mehr für die städtische Kasse gehabt.
Außerdem konnten wir weit reichende Kürzungen im Sozialbereich verhindern. Auch das zählt für uns zur Kinderfreundlichkeit. Viele Zuschriften von Eltern haben uns gezeigt, dass es sich lohnt, im Gespräch zu bleiben auf dem sicher noch langen und kostenintensiven Weg bis die Stadt Stuttgart zur kinderfreundlichsten Stadt geworden ist.
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