
von Vittorio Lazaridis 19.05.09, 10:50 Uhr
In allen politischen Sonntagsreden wird immer und immer wieder die Bedeutung der frühkindlichen Bildung in den KiTas betont. Dies muss vielen Menschen, vor allem den Erzieherinnen und Erziehern, aber auch den Eltern wie blanker Hohn in den Ohren klingen. Die Rahmenbedingungen an den KiTas sind so, dass sie die dort arbeitenden Menschen krank machen. Aus diesem Grund werden KiTas bestreikt. Die Aufgabe der Stuttgarter Kommunalpolitik muss es sein, sich mit den Anliegen der Erzieherinnen und Erzieher ernsthaft auseinanderzusetzen.
Es ist eine alte Forderung von uns Grünen, dass die Gruppengröße in den KiTas verkleinert werden muss. Dies führt natürlich auch automatisch zu einem anderen Personalschlüssel. Klar ist, dass eine Kommune wie Stuttgart, die sich ja als besonders kinderfreundlich bezeichnet, auch faire Löhne mit den Beschäftigten aushandeln muss. Schon jetzt sind an den Stuttgarter KiTas Stellen nicht besetzt und es können teilweise keine Kinder mehr aufgenommen werden. Unter den derzeitigen Arbeitsbedingungen kein Wunder. Im Übrigen könnte man durch kleinere Gruppen auch viel Geld, das für teure Sprachfördermaßnahmen ausgegeben wird, deren Nutzen teilweise umstritten sind, eingesparen. Wir Grüne setzen uns für einen fairen Dialog mit den Erzieherinnen und Erziehern in den KiTas ein. Verbesserte Arbeitsbedingungen kommen vor allem unseren Kindern zu Gute.
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