Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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Kein Fernomnibus-Bahnhof (FOB) in Vaihingen und warum “Stuttgart 21 Stuttgart kaputt macht”!

von Anna Deparnay-Grunenberg 30.05.09, 00:53 Uhr

Noch mehr Verkehr nach Vaihingen?!?

Kein FOB in Vaihingen

Ein weiteres Beispiel für die Stadtplanung der bürgerlichen Mehrheit im Gemeinderat ist die Verlegung des Fernomnibus-Bahnhofs Stuttgart (FOB) an den Vaihinger Bahnhof. Diese Verlegung ist Teil der Planung für Stuttgart 21, da am Hauptbahnhof dafür kein Platz mehr ist (oder kein Platz geschaffen werden möchte). Der Vaihinger Bezirksbeirat war einstimmig gegen die Verlegung, weil dies unter anderem zu deutlich mehr Verkehrsbelastung in Vaihingen führt. Leider hat sich diese Einsicht nicht bis in die Stadtmitte verbreitet: Der FOB soll nun mit einer Shopping Mall am Vaihinger Bahnhof gebaut werden und den Stuttgarter Vorort weiter ramponieren. Wer nun mit den Fernbussen von oder nach Stuttgart reisen möchte, muss dann entweder erst einmal die Bahn vom Stadtzentrum zum Vaihinger Bahnhof nehmen oder eben mit dem Auto in den nicht gerade zentral gelegenen Vorort fahren. Die erste Variante sorgt für längere Fahrzeiten – was Stuttgart 21 doch verhindern sollte. Die zweite führt immer mehr Autos durch Vaihingen – fatal für die Lebensqualität im Stadtteil.

Kein FOB in Vaihingen

Deswegen habe ich das Gelände am Donnerstag mit grünen „Stuttgart 21 macht Stuttgart kaputt.“- Bändern verziert. Dies ist nur ein weiteres Beispiel dafür, dass über die vielen Negativfolgen von Stuttgart 21 nicht tiefgründig nachgedacht wurde. Wir alle müssen in einigen Jahren mit Verschlechterung des Regionalverkehrs, mit den erheblichen Lärm- und Feinstaubbelastungen durch die Riesenbaustelle und mit den nicht unbedeutenden Risiken baulicher und finanzieller Art für das teure Prestige-Projekt der jetzigen Mehrheit bezahlen – nur weil die Herren auch nach den erheblichen Mehrkosten und den immer neuen städtebaulichen Sünden durch Stuttgart 21 nicht zum Einlenken bereit sind. Hier wird der drohende Gesichtsverlust der Verantwortlichen als wichtiger eingestuft als das Wohl der Stuttgarter Bürger!

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