
von Niombo Lomba 28.05.09, 17:30 Uhr
Auch wenn die aktuellen Arbeitslosenzahlen gesunken sind, befinden wir uns in einer krisenhaften Wirtschaftssituation. Die internationale Finanz- und die Wirtschaftskrise treffen auch das noch vor kurzem vergleichsweise gut dastehende Stuttgart. Die Folgen für die Landeshauptstadt sind noch nicht abzusehen. Zudem kommt die weltweite Klimaveränderung. Der Vierte Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) der Vereinten Nationen von 2007 zeigt auf, dass nur durch drastische CO2-Einsparungen weitere weltweite Klimakatastrophen vermieden werden können. Auch die Stadt Stuttgart muss alle nur möglichen Anstrengungen zur CO2-Reduktion unternehmen.
Als Grüne, die in der freien Wirtschaft gearbeitet hat, liegt mein Augenmerk auf der wirtschaftlichen Entwicklung und Perspektive der Stadt und der Region. Für viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter bedeutet die aktuelle Krise eine bisher nicht gekannte Unsicherheit. Wir brauchen uns nur die Automobilindustrie und die Zulieferer anzuschauen. Der Unwille zu ökologischen Innovationen, aber auch die starke Konzentration auf einen Wirtschaftsbereich, macht sich jetzt bemerkbar! Wir Grüne sind davon überzeugt, dass sich mit grünen Ideen sehr gut wirtschaften lässt! Das Schlüsselwort heißt Nachhaltiges Wirtschaften!
Grüne kommunale Wirtschaftspolitik
Gerade in diesen Zeiten gilt es, eine Stärkung der Vielfalt der Wirtschaft in der Region, die Verbindung von Ökonomie und Ökologie sowie Innovationen zu fördern!
Die Grünen Pfeiler der kommunalen Wirtschaftspolitik sind deshalb:
Klimaschutz und kommunale Daseinsvorsorge ausführlicher:
Klimaschutz: Motor für Wirtschaft und Arbeit
Wir wollen, dass die kommunale Verwaltung gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern den Klimaschutz voranbringen, zum Beispiel mit Beratungsangeboten bei der Sanierung von Wohngebäuden. Der Einsatz von effizienter Energietechnik und der massive Ausbau der erneuerbaren Energien schonen nicht nur das Klima, sondern sie sorgen auch dafür, dass Handwerk und Mittelstand vom Strukturwandel profitieren. Das Geld fließt in regionale Produkte und Dienstleistungen statt in Importe. Die kommunalen Gebäude sollen beispielhaft energetisch saniert werden. Mehr unter: http://lustaufstadt/wahlprogramm/klimaschutz-schafft-arbeitsplaetze/
Daseinsvorsorge: Orientierung am Gemeinwohl und Rekommunalisierung
Die Kommunen stellen für ihre Einwohnerinnen und Einwohner zentrale öffentliche Leistungen zur Verfügung. Die Orientierung am Gemeinwohl, demokratische Kontrolle und Transparenz bei Entscheidungen in diesen wichtigen Aufgabenfeldern ist ein hohes Gut und heute wichtiger denn je. Die Grünen treten daher für die Rekommunalisierung zentraler Bereiche der Daseinsvorsorge ein. Mehr unter: http://lustaufstadt/wahlprogramm/rekommunalisierung-der-daseinsvorsorge/
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