
Die Fraueninterventionsstelle (FIS) – seit 2001 Bestandteil der Stuttgarter Ordnungspartnerschaft gegen häusliche Gewalt STOP – wird gemeinsam von der LHS (Beratungsstelle des städtischen Frauenhauses „FrauenFanal“) und dem Verein „Frauen helfen Frauen“ (Beratungsstelle „Beratung und Information für Frauen“ BiF) getragen. In den Personalzuwendungen an den freien Träger sind zwar auch Sachkosten enthalten, aber diese decken noch nicht einmal die Personalkosten, Miet- und Mietnebenkosten sowie Supervision und Dolmetscherkosten erbringt der freie Träger. Bisher konnte mit Spenden, Vereinszuschüssen und Zuschüssen der Landesstiftung „Opferschutz“ ein gewisser Ausgleich geleistet werden. Diese Möglichkeiten sind aber ausgelaufen und können nicht verlängert werden.
Der Verein „Frauen helfen Frauen“ muss bisher eine Eigenleistung von 50 Prozent (LHS 50 Prozent) inklusive ehrenamtlicher Tätigkeit zur Finanzierung der Beratungsstelle einbringen. Diese Förderrichtlinien bezüglich des Ehrenamts halten wir – wie auch das Rechnungsprüfungsamt – nicht mehr für zeitgemäß. Natürlich müsste sich der Verein bei einem Wegfall der Einrechnung der ehrenamtlichen Tätigkeit weiterhin mit einem gewissen Eigenanteil an den Gesamtkosten beteiligen.
Außerdem erwartet der Verein nach der Festlegung des neuen Tagessatzbetrages im Frauenhaus eine jährliche Mehrbelastung des Sockels, an dem der Verein mit 30 Prozent beteiligt ist. Darüber hinaus wird die Mehrbelastung größer wegen zu hoher Belegungsquote im Frauenhaus (88% Bettenauslastung).
Da der Verein für BIF und FIS bisher feste Zuschüsse erhält, und nicht wie die Beratungsstelle FrauenFanal des städtischen Frauenhauses eine Personalkostenübernahme, ist er von einer dynamischen Entwicklung bei Personalkostensteigerungen abgeschnitten und tut sich schwer seine Leistung zu erbringen.
1. Im Sozialausschuss wird das Thema „Finanzierung der Beratungsstellen FIS und BIF“ auf die Tagesordnung gesetzt.
2. Die Verwaltung erstellt eine Mitteilungsvorlage darüber, wie die Finanzierung von Freiem Träger und LHS bezüglich der Beratungsstellen bei Häuslicher Gewalt vereinheitlicht werden könnten.
Silvia Fischer, Prof. Dr. Dorit Loos, Maria Hackl, Muhterem Aras, Iris Ripsam, Dr. Roswitha Blind