Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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21.02.2011

Qualität statt Quantität (+ Antwort)

Chance für kleine Hauptschulen in Stuttgart nutzen
Antrag

Die Grüne Gemeinderatsfraktion hat während des Prozesses der Einführung von Werkrealschulen in Stuttgart immer wieder darauf hingewiesen, dass das Kriterium der Zweizügigkeit als Maßstab für die Einführung der Werkrealschule jeglicher pädagogischer Grundlage entbehrt. Schulprofile, Vernetzungen im Stadtteil, erfolgreiches Übergangsmanagement und viele andere wichtige Qualitätsfaktoren spielten im Konzept des Landes bis jetzt keine Rolle.
Die Tatsache, dass viele Schulstandorte bei der Antragstellung zur Werkrealschule zweizügig waren und somit die Grundvoraussetzung erfüllt hatten, jetzt mittlerweile aber nur noch einzügig sind, hat die Absurdität der Einführung der Werkrealschulen in Stuttgart noch untermauert.
Mittlerweile hat auch die Landesregierung ihren Fehler eingesehen. Laut Aussage der Kultusministerin Schick soll jetzt doch die pädagogische Qualität mehr Gewicht haben als die Schulgröße. “Jede Hauptschule kann sich qualitativ zur Werkrealschule weiterentwickeln”. Schulen, die Werkrealschulen werden wollen, sollen sich einer Evaluation unterziehen.

Wir beantragen:

1. Die staatlichen Schulbehörden informieren den Verwaltungsausschuss über die konkreten Pläne des Kultusministeriums hinsichtlich der Evaluationskriterien, die der Weiter-entwicklung von kleinen Hauptschulen in Werkrealschulen zu Grunde liegen.
2. Da wir davon ausgehen können, dass unsere Hauptschulen in Stuttgart ein hohes Qualitätsniveau haben, wird die Stadt Stuttgart für alle Stuttgarter Hauptschulen beim Land die Umwandlung in eine Werkrealschule beantragen.

Vittorio Lazaridis, Muhterem Aras, Werner Wölfle

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