
Ohne Klarheit über die unten aufgeführten Fragen zu haben, kann der Gemeinderat in der Tat noch keine grundsätzliche Projekt – Zustimmung zur erfreulichen Bereitschaft der Porsche AG geben, sich für ein Science Center als neuem, kulturellem Lern- und Erlebnisort zu engagieren.
Um ärgerliche Unklarheiten bei der Vertragskonstruktion und Kostenentwicklung zu vermeiden, muss der Gemeinderat rechtzeitig und umfassend informiert sein – was er derzeit noch nicht ist.
Die Beschlussanträge Punkt 2 und 3 der Vorlage 630/2011 sollen neu formuliert werden wie folgt:
2. Die Verwaltung wird beauftragt, mit der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG Verhandlungen aufzunehmen mit dem Ziel, Strategien vorzuschlagen, wie sich Synergieeffekte zwischen Science Center und einem Neubau des Stuttgarter Planetariums herbeiführen lassen.
3. Die Verwaltung wird beauftragt, dem Gemeinderat vergleichend darzustellen,
– welche genauen Kosten (und welche Folgekosten) der Bau und der Betrieb eines Planetariums an der Mercedesstraße nach sich zieht bzw. welche Kosten durch das Weiterführen der Einrichtung am alten Standort anfallen, welche Investitionen dort bereits getätigt wurden und inwieweit diese an den neuen Standort „mitgenommen“ werden können;
– welche Kosten und Folgekosten städtischerseits für die Bespielung der unteren Halle, der Herrichtung der Parkplätze und des Umfelds anfallen;
– wie vertraglich sichergestellt werden kann, dass die städtische wissenschaftlich geleitete Einrichtung Planetarium mit einem Science Center in Kooperation tritt, das – auch wenn es privat betrieben wird – ausschließlich didaktischen und wissenschaftlichen Zwecken dienen muss;
– wie sich das vom Gemeinderat beschlossene pädagogische Konzept dauerhaft sichern lässt; und
– zu welchen Konditionen die SSB AG das Grundstück „überlässt“.
Michael Kienzle, Muhterem Aras