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28.02.2011

Neuerungen für die SSB-Fahrgäste

Kundennutzen im Auge behalten!
Antrag

Seit dem 27. Februar gilt nun auf allen Buslinien der SSB der kontrollierte Vordereinstieg. Was mit Blick auf das Ziel der Neuregelung, das Schwarzfahren einzudämmen, sinnvoll erscheint, stellt sich für die ehrlichen Fahrgäste eher als Erschwernis dar, ist doch ein direkter Nutzen für die Kunden nicht zu erkennen.
Vor allem in den Stoßzeiten des Schüler- und Berufsverkehrs darf der kontrollierte Vordereinstieg die bisherigen, mühsamen Schritte und alle weiteren Bemühungen zur Busbeschleunigung nicht konterkarieren. Verspätungen im Betriebsablauf und erhöhter Stress für alle Beteiligten gilt es zu vermeiden. Insbesondere für Senioren bringt der Vordereinstieg zusätzliche Erschwernisse, bspw. bei der Suche nach einem Sitzplatz.
Ob der kontrollierte Vordereinstieg in den Stoßzeiten überhaupt funktioniert, lässt sich wohl nicht anhand der an der Testphase beteiligten Buslinien, sondern letztlich erst bei der Umsetzung auf den Innenstadtlinien 40, 42, 43 und 44 wirklich beurteilen.

Wir beantragen deshalb:

1. Die Ausnahmeregelung für Fahrgäste mit Rollstuhl, Gehhilfe, erkennbaren Gehbehinderungen, Kinderwagen oder sperrigem Gepäck wird konsequent praktiziert und betriebsintern wie öffentlich kommuniziert, bspw. durch klare Hinweise auf den Fahrzeugen.
2. Spätestens 6 Monate nach Einführung des kontrollierten Vordereinstiegs wird von Vertretern der SSB und des Fahrgastbeirates im Umwelt- und Technikausschuss über Erfahrungen, Probleme, Kundenreaktionen und Auswirkungen auf den Betriebsablauf berichtet.

Für eine erste Bilanz der Umstellung auf das „Netz 2011“ beantragen wir:

3. In einer der nächsten Sitzungen des Umwelt- und Technikausschusses berichten Vertreter der SSB und des Fahrgastbeirates über die bisherigen Erfahrungen mit dem „Netz 2011“ (Erfolge, Probleme, Kundenreaktionen). Dabei soll insbesondere auch auf die Fahrplangestaltung und Verbesserungsmöglichkeiten bei den häufiger kritisierten Linien U 13 und Buslinie 82 eingegangen werden.

Jochen Stopper, Michael Kienzle, Werner Wölfle

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