Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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21.09.2011

Luftschadstoffüberwachung (+Antwort)

Messstationen Zuffenhausen und Feuerbach außer Betrieb
Anfrage

Die in der 22. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) vorgeschriebene Überwachung der Luftschadstoffbelastung obliegt der Landesanstalt für Umweltschutz (LUBW). Auch die Stadt Stuttgart ist im landesweiten Messnetz erfasst.
In der Landeshauptstadt wurde bisher an acht Standorten im Stadtgebiet gemessen. Seit April 2011 sind nur noch sechs Standorte im Betrieb. Nachdem der Standort Feuerbach bereits im Dezember 2007 geschlossen wurde, folgte jetzt im April 2011 auch die Schließung des Standorts Zuffenhausen. Somit gibt es in den nördlichen Stadtgebieten keine Luftschadstoffmessungen mehr.
Gerade auch wegen der Diskussion um die Hintergrundbelastung in den Umweltzonen und deren Beurteilung interessiert uns, warum das Messstellennetz nun ausgedünnt wurde. Gehört doch für eine wissenschaftlich fundierte Analyse gerade bei der Luftschadstoffmessung eine langjährige Messreihe dazu. Besonders auch, weil die jahreszeitlich bedingten Wettereinflüsse auf diese Weise erfasst werden. Zudem benötigt jedes Rechenmodell eine Verifizierung durch reale Messungen der Situation vor Ort.
Eine oder zwei Luftmessstationen im Stuttgarter Norden könnten die langfristige Überwachung der Entwicklung der Luftbelastungen aufzeichnen. Priorität sollte die Luftmessstation Zuffenhausen besitzen, die für die Beurteilung der Hintergrundbelastung und des Luftreinhalte- und Aktionsplans für Stuttgart wichtig wäre.

Wir fragen daher:

1. Warum wurden die beiden Luftmessstationen in Zuffenhausen und Feuerbach eingestellt?
2. Welche Bedeutung besäße eine Luftschadstoffmessung im Stuttgarter Norden?
3. Wie hoch wären die Kosten für den Weiterbetrieb der Luftmessstationen (Installation, laufende Kosten, Auswertung) im Umfang der bisherigen Station in Zuffenhausen und wer müsste diese tragen?

Gabriele Munk, Silvia Fischer

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