Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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28.10.2011

Knapp vorbei, wie weiter? (+Antwort)

Die Weißenhofsiedlung und der UNESCO-Welterbetitel
Antrag

Die Weissenhofsiedlung ist eines der bedeutendsten Zeugnisse der modernen Architektur: Sie entstand 1927 als Bauausstellung des Deutschen Werkbundes. Unter der künstlerischen Leitung von Ludwig Mies van der Rohe haben 17 Architekten aus Deutschland, Holland, Österreich und der Schweiz ein mustergültiges Wohnprogramm für den modernen Groß-stadtmenschen geschaffen.
Die herausragende Rolle, die Le Corbusier bei der Entwicklung der modernen Architektur hin zur prägenden kulturellen Bewegung des 20. Jahrhunderts spielte, zeigt ihn als Menschen mit besonderer Schöpferkraft. Deshalb fanden sich sechs Staaten zusammen, um sein Werk in die Welterbeliste der UNESCO einzuschreiben. Insgesamt 19 Gebäude und Gebäudeen-sembles in Frankreich, der Schweiz, Belgien, Argentinien, Japan und Deutschland wurden in die Auswahl aufgenommen, die zur Auszeichnung mit dem UNESCO-Welterbetitel vorge-schlagen sind. Deutschland ist mit den beiden Häusern von Le Corbusier in der Weissenhof-siedlung am Antrag beteiligt.
In diesem Jahr ging der UNESCO-Welterbetitel ging an uns vorbei. Wir nahmen zur Kennt-nis, dass unser Oberbürgermeister jedoch nicht aufgeben will. Wir wollen das auch nicht. Doch wo sind die Aktionen rund um eine Bewerbung mit unserer Weißenhofsiedlung ange-siedelt? Bisher kümmert sich ein verdienter langjähriger Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes um die Bewerbungen. Leider ging dieser bereits in den verdienten Ruhestand und steht bis-her nur noch auf Grundlage eines Werkvertrags zur Verfügung. Seine Erfahrungen und sei-ne Kenntnisse müssten bei einer weiteren Bewerbung dringend erhalten bleiben.

Wir beantragen:

Die Verwaltung berichtet im Ausschuss für Kultur und Medien und im Ausschuss für Umwelt und Technik über den Verlauf der letzten Bewerbung und stellt die weiteren Pläne für einen weiteren Versuch zur Aufnahme in das Weltkulturerbe dar.

Andreas G. Winter, Peter Pätzold

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