
Der DEUTSCHE TANZPREIS geht dreimal nach Stuttgart und damit der Tanzpreis „ZUKUNFT“ an Eric Gauthier, den Leiter von Gauthier Dance im Theaterhaus Stuttgart. Das kleine Ensemble erreicht alleine durch die Aufführungen im Theaterhaus im Jahr ca. 18.000 Menschen aus Stuttgart und der Region. Mit über 20 Gastspielen weltweit ist Gauthier ein gefragter Stern aus Stuttgart. Für die Einrichtungen der Jugendarbeit aber auch für ältere Menschen war und ist das kulturvermittelnde Engagement von “Gauthier Dance mobil“ herausragend.
Außer durch einen Zuschuss für die kulturvermittelnde Arbeit von 10.000 Euro wurde die Compagnie weder von Stadt noch Land separat gefördert. Ihre Arbeit wurde allein im Rahmen des Theaterhauses und durch Koproduktionsförderung finanziert. Diese Koproduktionsförderung durch das Grand Theatre Luxembourg läuft Mitte des Jahres 2011 aus. Dadurch entsteht bereits für 2011 eine Deckungslücke. Trotz einer hohen Eigenfinanzierungsquote sehen wir weiter die Notwendigkeit, ab 2012 ff zu einer institutionellen Förderung seitens der Landeshauptstadt und wenn möglich des Landes zu kommen. Dies ist umso mehr im Interesse der Landeshauptstadt Stuttgart, da, auch durch den renommierten Tanzpreis, das überregionale Interesse an Eric Gauthier nicht zu übersehen ist. Wir freuen uns, dass, Presseberichten zufolge, der Oberbürgermeister es nun zur Chefsache macht, Sponsorengelder für Gauthier Dance einzuwerben.
Dies darf nicht darüber hinweg täuschen, dass Kulturförderung in Stuttgart in erster Linie eine öffentliche Aufgabe der Landeshauptstadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg ist und eine Entscheidung, die eine langfristige Perspektive für Gauthier Dance in Stuttgart sichert, möglichst vor der Preisverleihung Ende Februar 2011 in Essen, herbeizuführen ist.
Die Verwaltung berichtet im AKM und im Verwaltungsausschuss, welche Voraussetzungen notwendig sind, um Gauthier Dance eine längerfristige Perspektive zur Fortsetzung der Arbeit in Stuttgart zu bieten und macht Vorschläge, wie dies zu gewährleisten ist. Hierbei sind auch die Möglichkeiten einer Beteiligung des Landes Baden-Württemberg auszuloten.
Andreas G. Winter, Michael Kienzle, Muhterem Aras