
Seit Jahren werden die Beschäftigten der Stadt damit abgespeist, dass eine zweite Kinder-tagesstätte zwar wünschenswert, aber z.Zt. nicht realisierbar sei. Das städtische Immobilien-management beim Amt für Liegenschaften und Wohnen stuft die Angelegenheit mit hoher Priorität ein, konkrete Umsetzungen sind dennoch nicht zu sehen. Mal wird die angespannte Haushaltslage im Fall des Neubaus auf dem Geländer der Rathausgarage, mal planerische Gründe bei Alternativgrundstücken etwa in der ehemaligen Villa Scheuffelen angeführt.
Derzeit werden 30 Kinder in der städtischen Kindertagesstätte im Tagblattturm-Areal betreut. Im Hinblick auf den Bedarf macht dies gerade einmal 50 Prozent aus. Weitere 30 Kinder stehen auf der Warteliste – Tendenz steigend. Die angemessene Versorgung der Kinder ist aber die entscheidende Rahmenbedingung, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern und Müttern den erfolgreichen Wiedereinstieg in den Beruf zu ermöglichen. Im Vergleich mit anderen Städten, etwa Karlsruhe, zeigt sich, die Kinderversorgung in der Stadtverwaltung Stuttgart hinkt hinterher. Die „kinderfreundliche“ Stadt überzeugt nur dann, wenn sie auch im eigenen Haus beginnt.
1. Das Amt für Liegenschaften und Wohnen (ALW) legt seine Bemühungen bei der Suche nach einem geeigneten Standort in der ersten Sitzung des Verwaltungsausschusses nach der Sommerpause dar.
2. Das ALW zeigt realistische Alternativen, wie weitere 30 Plätze trotz angespannter Haushaltslage in absehbarer Zeit realisierbar sind.
Werner Wölfle, Muhterem Aras, Dr. Roswitha Blind (SPD), Manfred Kanzleiter (SPD)