
Die „Bärenseen“ (Bärensee, Neuer See und Pfaffensee) locken nicht nur an schönen Tagen Hunderte, gar Tausende in den Rot- und Schwarzwildpark im Westen von Stuttgart. Jetzt endlich können die Seen auch wieder umrundet werden, nachdem der Damm des Neuen Sees für viel Geld erneuert wurde. Und dann so was: Ein flächendeckender stinkender eckliger Algenteppich auf dem Pfaffensee, „ein blaugrün schimmernder Brei“ (StZ, 03.05.2010) schockt die Menschen und wahrscheinlich auch die im Wasser lebenden Tiere. Zudem steht zu befürchten, dass es sich bei der blühenden Alge um die giftige Blaualge handelt.
Bereits vor dieser Algenblüte haben sich Bären- und Pfaffensee wenig ansehnlich gezeigt. Für diese Kleinode in unserer gewässerarmen Stadt kein tragbarer Zustand.
Offensichtlich muss der Unterhalt und die Überprüfung des ökologischen Gleichgewichts der künstlich angelegten Seen, für die der EnBW-Konzern als Betreiber zuständig ist, doch mit einer höheren Sorgfalt vorgenommen werden, als bisher praktiziert. Wir gehen davon aus, dass sich die EnBW um ihr Image als Wasserlieferant der Stadt Stuttgart Sorgen macht und mit ihr an einer Verbesserung arbeitet.
1. Nachdem die von Mitarbeitern der Unteren Wasserschutzbehörde gezogenen Proben analysiert worden sind, berichtet die Verwaltung über Art und Giftigkeit der Algen und stellt dar, weswegen es zu dieser Algenblüte kam.
2. Die Verwaltung teilt mit, weswegen die in einer wissenschaftlichen Untersuchung der drei Wildparkseen vorgeschlagene Überprüfung des ökologischen Gleichgewichts in einem dreijährigen Abstand nicht vorgenommen wurde, und
3. stellt weiter dar, mit welchen Maßnahmen diese Algen zurückgedrängt und ihr Aufkommen zukünftig vermieden werden kann und wie sich die EnBW an der Verbesserung der Wasserqualität beteiligt.
Werner Wölfle, Muhterem Aras