Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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17.03.2011

Eine Zukunft für das Abendgymnasium! (+Antwort)

Antrag

Seit 1948 führt die Volkshochschule Stuttgart im Auftrag des Landes das Abendgymnasium Stuttgart. Der Trägerverein erfüllt damit einen bedeutenden Bildungs- und Integrationsauftrag – rund achtzig Prozent der stetig wachsenden Zahl von Studierenden, die zum Abitur geführt werden, stammen aus Einwandererfamilien. Von der Landesregierung wird das A-bendgymnasium als zentraler Pfeiler des Bildungssystems gewertet, der die Durchlässigkeit des Schulsystems ermöglichen soll.
Die Kostenerstattung durch das Land ist stetig gesunken und deckt inzwischen nur 74% der tatsächlichen Kosten des Schulbetriebs. Der Verein, der gleichzeitig auch die Restrukturierung der Volkshochschule umsetzen muss, geriet durch Darlehen und Rückstellungen für das Abendgymnasium in eine Situation der Überschuldung. Trotz Bemühungen der Stadtverwaltung hat es das Land abgelehnt, das Stuttgarter Abendgymnasium im Wege einer Einzelfall-Hilfe zu retten.
Der Verein und sieht sich nun gezwungen, dem vhs-Aufsichtsrat die Schließung des Abendgymnasiums vorzuschlagen – wofür auch Kosten von 960.000 Euro anfallen würden. Die Kosten einer Sanierung beliefen sich auf 1,1 Mio. Euro.
Wir halten es einen bildungspolitischen Rückschritt und ein für die internationale Stadt Stuttgart verheerendes Zeichen, wenn das Abendgymnasium geschlossen würde. Es ist unerlässlich, dass neben dem Verein das Land, aber auch die Stadt Stuttgart alles versuchen muss, den zweiten Bildungsweg offen zu halten.

Aus diesem Grund beantragen wir:

Die Verwaltung berichtet dem Verwaltungsausschuss in dessen nächster Sitzung über die Gespräche mit dem Land und darüber, welche Wege und Möglichkeiten sie zur Fortführung des Abendgymnasiums sieht.

Michael Kienzle, Vittorio Lazaridis, Werner Wölfle

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