Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
Download
12.04.2011

Die Stadtverwaltung ist weiblich- richtig und falsch zugleich (+ Antwort)

Gemeinsamer Antrag der Fraktionen von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, SÖS und die LINKE, SPD und FDP

In der Amtsblattbeilage zum Internationalen Frauentag und auf ihrer Internetseite rühmt sich die Landeshauptstadt einmal mehr, dass 61 Prozent ihrer Beschäftigten weiblich sind. Dies ist zwar erfreulich, aber bereits 1994 wurde derselbe Anteil an Frauen in der Stadtverwaltung festgestellt.
Zum anderen vernebelt die Definition „Führungskraft“ der Landeshauptstadt die tatsächliche Lage: Es ist sicher richtig, das Kita-LeiterInnen eine verantwortungsvolle Tätigkeit ausüben. Die Gehaltseinstufung liegt jedoch ungefähr bei der eines Sachbearbeiters in einem technischen Amt.
Damit transparent wird, wie viele „Frauen in Führungspositionen“ bei der Landeshauptstadt tatsächlich beschäftigt sind, muss also ein Zusammenhang zu den Gehaltsgruppen hergestellt werden, so dass ein wirklicher Vergleich zwischen Männern und Frauen erfolgen kann. Dies wird allerdings nur über eine differenzierte und objektiv nachvollziehbare Datengrundlage möglich sein.

Daher beantragen wir:

Im Gleichstellungsbeirat wird berichtet, wie künftig die Datenerhebung erfolgen müsste, damit eine transparente und aussagefähige Darstellung über die Chancen von Frauen in höheren Gehaltsgruppen möglich wird.

Silvia Fischer (Bündnis 90/DIE GRÜNEN), Ulrike Küstler (SÖS und die LINKE), Ergun Can (SPD), Rose von Stein (FDP), Dr. Roswitha Blind (SPD)

Basisdebatten im Erdgeschoss