Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
Download
30.08.2010

Aktuelle Strahlenschutzvorkehrungen in Stuttgart

Aus Tschernobyl lernen
Antrag

Seit Wochen toben verheerende Wald- und Torfbrände in Russland, die die Behörden und Rettungskräfte auch nach Wochen nicht in den Griff bekommen. Mit großer Verspätung hat die russische Regierung nun erstmals zugegeben, dass auch von Tschernobyl mit radiaktivem Material kontaminierte Gebiete von den Bränden betroffen sind. Zwar sprechen Experten davon, dass zurzeit keine Gefahr für Deutschland drohe, da die Aschewolken nach Nordwesten zögen, jedoch reichen die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nur für kurzfristige Prognosen von weniger als einer Woche. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat den DWD mit der genauen Beobachtung der Zugrichtung der Wolken beauftragt.
Die Katastrophe von Tschernobyl im April 1986 traf die Stuttgarter Behörden weitgehend unvorbereitet, was damals auch von Oberbürgermeister Manfred Rommel in der öffentlichen Sitzung vom 15. Mai eingeräumt wurde. Zwar ließ die Stadt eigene Messungen durchführen, 96 der 100 vorhandenen Messgeräte waren jedoch nicht für die vorzunehmenden Messungen geeignet. Die Bürger wurden erst spät mit Informationen zur radioaktiven Belastung der Region Stuttgart informiert.

Wir beantragen:

1. Das für Strahlenschutz zuständige Amt stellt den aktuellen Stand der Messgeräte und deren Einsatzfähigkeit in der nächst möglichen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik dar und erläutert die vorgesehenen Einsatzorte.
2. In dieser Ausschusssitzung soll auch der im Falle einer Bedrohung durch radioaktive Strahlung vorgesehene Katastrophenplan dargestellt werden.

Werner Wölfle, Muhterem Aras, Peter Pätzold

Basisdebatten im Erdgeschoss