Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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02.11.2011

Aktiv gegen Holz-Raubbau (+Antwort)

Antrag

Auf dem internationalen Markt für Hölzer und Holzprodukte kursieren Unmengen von Tropen- und Edelhölzern, deren Herkunft und Handel teilweise Illegal sind. Sie stammen aus illegalem Holzeinschlag, teilweise in Nationalparks, die Zerstörung der Waldflächen führt zu massivem Artenschwund und bedroht die Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung. Schlimmstenfalls finanziert der Verkauf von Edelhölzern den Verlauf gewaltsamer Konflikte in Krisenregionen. Wenn das Mahagoniholz, das Teakholz oder aber die illegal geschlagene sibirische Kiefer in Europa eintreffen, ist ihre Herkunft nicht mehr festzustellen.
Um legal geschlagenes Holz zu kennzeichnen und die Herkunft von Hölzern einwandfrei zuordnen zu können, setzen sich seit einigen Jahren die Zertifizierungssysteme des „Forest Stewardship Councils“ (FSC) und das „Programm for the endorsement of Forest Certification“ (PEFC) durch. Die Bundesregierung und einige Bundesländer haben für ihre Beschaffung und Vergaben die Verwendung von zertifiziertem Holz bereits zum Kriterium gemacht. Die Landeshauptstadt Stuttgart sollte gleichziehen und damit Vorbild für Großabnehmer und Verbraucher sein. Beim Bau von Kindertagestätten, beim Holzhäuschen auf dem Kinderspielplatz oder bei der Auswahl des Parketts für Schulen sollte ausschließlich zertifiziertes Holz verwendet werden.

Deshalb beantragen wir,

die Verwaltung macht einen Vorschlag, wie bei zukünftigen Ausschreibungen und Vergaben sowohl im Baubereich als auch bei anderen Beschaffungen sichergestellt werden kann, dass nur noch Holzprodukte Berücksichtigung finden, die eine FSC oder PEFC-Zertifizierung nachweisen können.

Anna Deparnay-Grunenberg, Peter Pätzold

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